LETZTE BEITRÄGE

08/10/2018

KI und Recht

Die Entwicklung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bringen spezifische juristische Fragestellungen mit sich. Dies sind neben der Vertragsgestaltung und IT-Absicherung vor allem die Spezifikation des Schutzes, der Lizenzierung und Nutzungsbefugnis der KI. Bei der Entwicklung von KI sind fremde Schutzrechte ebenso zu berücksichtigen wie die Compliance bei der Nutzung von Daten. Regelmäßig werden personenbezogene Daten verarbeitet, um KI zu trainieren oder einzusetzen. Die rechtlichen Anforderungen sind hoch.

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10/09/2018

Haftung für KI

Aus juristischer Sicht wird oft die Haftung für KI als regelungsrelevant erachtet (siehe zur Diskussion Borges: Rechtliche Rahmenbedingungen für autonome Systeme, NJW 2018, 977). Auch die Diskussion um intelligente Roboter als E-Person wird damit verknüpft, so die KI persönlich haftbar machen zu können (Entschließung des Europäischen Parlaments vom 16.02.2017, Rz. 59 f). Gibt es also ein Haftungsdefizit bei KI?

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10/05/2018

Autonomes Entscheiden

Massives Unbehagen setzt ein, wenn Computer „autonom“ über Menschen entscheiden könnten. Art 22 Abs. 1 DSGVO verbietet gar die „automatisierte Einzelfallentscheidung“ der Maschine über den Menschen. Erstaunlich ist das deswegen, weil die Ungleichbehandlung von Menschen durch Menschen alltägliche Praxis ist. Ein „harmloses“ Beispiel ist die Bewerberauswahl mittels Bauchgefühl (siehe bei der Zeit). Unabhängig davon, dass abgelehnten Bewerbern auch dann wohl die diskriminierungsfreie Auswahlentscheidung dargelegt werden könnte (siehe auch hierzu die Zeit), wird die Ungleichbehandlung durch Menschen weitläufig hingenommen, statt zu fordern, dem endlich durch den Einsatz geeigneter Programme ein Ende zu bereiten (auch wenn das noch ein weiter Weg ist, siehe hier). Warum ist die Autonomie des Richters, den einen Dieb zu Gefängnis und den anderen zur Bewährung zu verurteilen, akzeptabel, wohingegen objektiven und prüfbaren KIs das Urteilen verwehrt sein soll?

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09/06/2018

Kommissionen statt Potentiale

Entwicklung und Einsatz von AI setzen Zugang zu großen Datenmengen voraus. Damit verbunden sind juristische und ethische Fragen. Diese sind schwer zu beantworten, solange niemand weiß, was eine AI so alles damit anfangen könnte. Nun wäre es eine Strategie, erst mal abzuwarten, was da an tollen Möglichkeiten entsteht, dann die damit verbundenen Risiken zu bewerten und zu regulieren soweit sich dies als erforderlich erweist.

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08/17/2018

KI schlägt Top-Anwälte

Immer schwer mit anzuschauen ist ja die Abschaffung des eigenen geliebten Berufs. Wenn ich lese, dass eine AI ein NDA besser prüft als 20 TOP Anwälte in den USA, dann ist der erste Reflex Ablehnung und Protest: hier wäre zum Glück Rechtsberatung durch KIs verboten, solange sie ihre Zulassung nicht haben! Dann aber hat mich beruhigt, dass die AI für die Aufgabe nicht wie die Anwälte 4 Stunden sondern nur 26 Sekunden benötigt hat. Selbst bei den amerikanischen Stundensätzen der Großkanzleien, kann sie damit nicht mal den Strom bezahlen, vielleicht doch nicht so schlau…



02/20/2017

Von Monstern und Autopiloten

Das Europaparlament hat am 16.02.2017 mit überwältigender Mehrheit eine Resolution zur Regulierung von Robotern verabschiedet. Neben Ideen zur Haftung, ethischen Prinzipien für Roboterforscher soll vor allem erst mal eine Behörde geschaffen werden. Der Text beginnt mit einer Referenz auf Frankensteins Monster. Das hat zwar nichts mit Robotern zu tun, versetzt aber den Leser gleich in die richtige Stimmung. Dann wird die Notwendigkeit einer allgemein anerkannten Definition des Roboters proklamiert. Aber statt kurz bei Wikipedia nachzusehen und dort vielleicht auf die VDI Richtlinie 2860 zu stoßen, mäandert die Resolution von Robotern über künstliche Intelligenz (KI) und netzneutralen Breitbandanschluss hin zu smarten Robotern. Ein Highlight ist die Forderung, die Berechnungen einer KI sollen immer auf ein für Menschen verständliches Maß reduziert werden können. Lesen Sie weiter…